Vorwort zu den Chinchilla-Krankheiten
Jedes Lebewesen wird einmal krank! Die meisten Erkrankungen des Magen-Darmtraktes sind auf
Haltungs- und/oder Fütterungsfehler zurückzuführen, jedoch können Chinchillas ebenso an Bakterien (Ansteckung beim Menschen während einer Verkühlung) und Parasiten (Einschleppung durch andere im
Haushalt befindliche Heimtiere) erkranken. Weiters gibt es aber auch Erbkrankheiten, Gendefekte,
Mißbildungen und Unterentwicklung. Chinchillas sind Fluchttiere - in großen Gruppen lebende Tiere in der
Natur haben zum Leidwesen der Menschen ein besonderes Schutzverhalten entwickelt, nämlich dass das sie
erst (meist zu spät) sehr spät erkennen lassen, dass ihnen etwas fehlt. Chinchillas in der freien Wildbahn
lebend nutzen dieses Verhalten um nicht von der Gruppe ausgestossen zu werden, die Gruppe nicht zu
gefährden und noch mehr um das Augenmerk des Feindes nicht auf sie zu richten, da sie sonst eine leichte
Beute wären. Dieses Schutz/Wildverhalten haben Chinchillas auch durch deren Domestikation nicht abgelegt.
Wer seine Tiere täglich beobachtet und sie somit gut kennt, dem fallen Kleinigkeiten, welche aber auch von
großer Bedeutung im Hinblick auf den Gesamtzustand und evtl. Erkrankungen haben, auf. Damit kann
tatsächlich noch viel gerettet werden! Zumindest wöchentliche Routinechecks sind insbesonders in der
Chinchillazucht wichtig, ebenso regelmässiges Wiegen der Tiere - besonders Gewichtsveränderungen geben
großen Aufschluss auf die Gesundheit der Tiere.
Wir können von Glück sprechen, dass sich nun doch einige Tierärzte an das heikle Thema Chinchilla
herangewagt haben, fürher kannte man das Chinchilla nur als Patienten der schon im Sterben die Praxis
betrat, man ratlos noch letzte Versuche startete und am Ende das Tier die Praxis doch tot verliess. Dem ist
heute nicht mehr - hier unsere Empfehlung 01-607 88 67 Dr. Karin Küllinger, Tierambulatorium-Wienerberg.
und Beschreibungen unten im Menü-Krankheiten zu finden.
Im Folgenden führen wir einige Chinchilla-Krankheiten an, jedoch ohne Medikamente und ohne Dosierungen
zu nennen - nicht das wir es nicht könnten, ganz im Gegenteil - jedoch bleibt dies allein Tierärzten
vorbehalten um Laien nicht zum "selbst herumdoktern" zu verleiten und so mehr Schaden als Nutzen
anzurichten. Bermerkt der Halter, dass mit seinem Tier etwas nicht stimmt ersuchen wir nicht die Zeit mit
surfen im Internet und Fragestellungen in Foren zu verplempern, sondern sofort einen Tierarzt aufzusuchen!
Haupttodesursachen sind - Halter merkt zu spät das etwas nicht stimmt, oder Halter doktert selbst herum
oder Halter wartet und fragt zuerst Laien.